Amazon-Agentur: Wie wir arbeiten, was es kostet und für wen wir nicht passen

PrimeBoost übernimmt die operative Steuerung von Amazon-Konten für Händler und Hersteller ab rund einer Million Euro Jahresumsatz. Die Betreuung kostet typischerweise zwischen 1.500 und 10.000 Euro im Monat, einschließlich eines möglichen Performanceanteils. Es gibt zwei Abrechnungsmodelle, in den meisten Fällen keine Mindestlaufzeit und eine quartalsweise Kündigungsfrist. Diese Seite erklärt, was die Spanne bestimmt, welches Modell wann passt — und in welchen Fällen wir ausdrücklich nicht der richtige Partner sind.

Für wen wir arbeiten

Die Umsatzgrenze ist der einfachere Teil der Antwort: ab etwa einer Million Euro Jahresumsatz auf Amazon. Darunter steht der Aufwand einer laufenden Betreuung in keinem sinnvollen Verhältnis zum Ergebnis — für beide Seiten.

Der wichtigere Teil ist das Vorhaben. In den meisten Fällen arbeiten siebenstellige Marken mit uns, die achtstellig werden wollen. Entscheidend sind drei Dinge: Es soll gewachsen werden, die Kapazität dafür ist vorhanden — oder es gibt ein konkretes Problem, das gelöst werden muss.

Nach Größenordnung sieht das typischerweise so aus:

  • Sieben- bis achtstellig: Die Zusammenarbeit mit einer Agentur ist hier in der Regel die wirtschaftlichere Lösung — ein eigenes Team lastet sich in dieser Größe selten aus.
  • Acht- bis neunstellig: Hier begleiten wir zunehmend den Aufbau eines eigenen Teams: Einstellung, Einarbeitung, Übergabe.
  • Etablierte Marken, die Amazon als zusätzlichen Kanal aufnehmen: Der Vertrieb funktioniert bereits, Amazon kommt dazu.

Daneben gibt es die abgegrenzten Aufgaben — nicht die laufende Betreuung, sondern ein bestimmtes Problem: Produktrecherche für ein neues Sortiment, die Überführung an einen neu eingestellten Inhouse-Mitarbeiter, der Aufbau von Dashboards, oder die Einführung selbst entwickelter KI-Abläufe im Tagesgeschäft.

Für wen wir nicht arbeiten

Für Einsteiger haben wir kein Angebot. Wer noch gar nicht auf Amazon verkauft, keinen bestehenden Onlineshop hat und bei null anfängt, braucht etwas anderes als eine Betreuung: einen Kurs. Kurse verkaufen wir nicht, und wir wollen auch nicht so tun, als wäre eine laufende Betreuung dafür der richtige Weg. Dafür ist sie zu teuer und zu wenig auf Grundlagen ausgelegt.

Das ist keine Koketterie. Ein Konto ohne Umsatzhistorie liefert keine Daten, mit denen sich steuern ließe — und genau das ist unsere Arbeit.

Welche Marktplätze wir betreuen

Wir betreuen alle Amazon-Marktplätze in der Europäischen Union, im Vereinigten Königreich und in den USA. Das ist einer der beiden Haupttreiber des Aufwands: Ein Konto auf amazon.de ist etwas anderes als dasselbe Sortiment über sieben europäische Marktplätze plus UK und die USA — mit eigener Kampagnenstruktur, eigenen Wettbewerbern, eigener Bestandslogik und eigenen Anforderungen je Land.

Was die Betreuung kostet

Typischerweise zwischen 1.500 und 10.000 Euro im Monat, einschließlich eines möglichen Performanceanteils.

Diese Spanne ist breit, und das hat einen konkreten Grund: Sie bildet Konten von sehr unterschiedlicher Größe ab. Damit du dich einordnen kannst, die beiden Enden im Klartext:

  • Am unteren Ende steht ein Händler um die Million Jahresumsatz, mit überschaubarem Sortiment und Fokus auf einen oder wenige Marktplätze.
  • Am oberen Ende stehen Konten mit rund 40 Millionen Euro Jahresumsatz, über 10.000 Artikeln und Betreuung über EU, UK und USA hinweg.

Wenn du bei einer Million Jahresumsatz liegst, ist die 10.000 nicht deine Zahl. Was den Preis bestimmt, sind vor allem zwei Dinge: die Anzahl der Artikel und die Anzahl der Marktplätze. Alles andere — Reifegrad des Kontos, Zustand der Kampagnen, Umfang der Listing-Arbeit — verschiebt innerhalb dieses Rahmens.

Deshalb wird jedes Angebot individuell gerechnet. Nicht, um die Zahl zu verstecken, sondern weil ein Sortiment mit 40 Artikeln und ein Sortiment mit 10.000 nicht dieselbe Arbeit sind.

Die zwei Zahlungsmodelle

Innerhalb dieses Rahmens gibt es zwei Strukturen, nach denen abgerechnet wird.

Fixpreis

Ein festes monatliches Honorar. Der Vorteil ist Planbarkeit: Du weißt genau, was auf dich zukommt, und kannst es in deiner Kalkulation als feste Position führen — unabhängig davon, wie das Quartal läuft.

Performanceanteil

Ein Performanceanteil bezieht sich bei uns ausschließlich auf den Differenzwert der jeweiligen Kennzahl gegenüber dem Vorjahresniveau. Nicht auf den Gesamtumsatz, nicht auf den Gesamtgewinn — nur auf das, was zusätzlich entstanden ist.

Ein Beispiel: Wenn im Konto Sellerboard im Einsatz ist und die Beteiligung auf den Gewinn läuft, wird der Gewinn im Juli 2026 mit dem Gewinn im Juli 2025 verglichen. Unser Anteil bezieht sich auf die Differenz. Bleibt der Gewinn gleich, gibt es keinen Anteil. Manche Händler bevorzugen stattdessen eine Beteiligung am Umsatz — die Logik bleibt dieselbe.

Der Grund für diese Konstruktion ist einfach: Ein Anteil am Gesamtumsatz würde bedeuten, dass wir für etwas bezahlt werden, das ohne uns genauso stattgefunden hätte.

Fixpreis oder Performanceanteil — was ist besser?

Es gibt keine allgemein bessere Variante, sondern eine, die zur Situation passt.

FixpreisPerformanceanteil
Planbarkeithoch — feste Position in der Kalkulationschwankend, abhängig vom Ergebnis
Anfangsphasevom ersten Monat an in voller Höhezunächst niedrig, solange sich die Steuerung einspielt
Bei guter Entwicklungbleibt gleichsteigt — und liegt dann in der Regel über dem Fixpreis
Bei ausbleibendem Erfolgfällt trotzdem angreift nicht
Passt zufesten Budgets, konservativer Planung, klarer KostenkontrolleWachstumsvorhaben, geteiltem Risiko

Der ehrliche Hinweis dazu: Der Performanceanteil ist in den ersten Monaten günstiger, weil sich Kampagnensteuerung, Bestandslogik und Listing-Arbeit erst einspielen müssen. Wenn es funktioniert, wird er später teurer als der Fixpreis. Wer das als Nachteil empfindet, ist mit dem Fixpreis besser bedient — und das ist völlig in Ordnung.

Vertragsbedingungen im Klartext

  • Mindestlaufzeit: In den meisten Fällen keine. Eine Ausnahme sind Vereinbarungen mit Performanceanteil, bei denen die getroffenen Bedingungen einen Mindestzeitraum erfordern — weil sich ein Vorjahresvergleich sonst nicht sinnvoll messen lässt.
  • Kündigungsfrist: quartalsweise.
  • Datenhoheit: Das Konto gehört dir. Wir arbeiten darin, wir besitzen nichts davon.

Was am Ende der Zusammenarbeit passiert

Zum Vertragsende findet eine strukturierte Übergabe statt. Das ist der Punkt, an dem sich Dienstleister am deutlichsten unterscheiden, und deshalb steht er hier ausführlich.

Übergeben werden:

  • die vollständigen Kampagnendaten
  • die Absicht hinter jeder Kampagne — also nicht nur die Einstellung, sondern der Grund dafür
  • produktbezogene Erkenntnisse aus der Betreuung
  • die angewendeten Strategien — einschließlich dessen, was getestet wurde und nicht funktioniert hat

Der letzte Punkt ist der wertvollste und wird am häufigsten unterschlagen. Ein Nachfolger, der nicht weiß, welche Wege bereits erfolglos ausprobiert wurden, geht sie noch einmal — auf deine Kosten.

Wenn die Betreuung an ein eigenes Team übergeht, begleiten wir diesen Übergang auch als Schulung: Wir arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, statt ihnen eine Datei zu übergeben.

Agentur, Freelancer, Software oder eigener Mitarbeiter?

Die Betreuung eines Amazon-Kontos lässt sich auf vier Wegen organisieren, und welcher passt, hängt vor allem von der Größe ab. Als grobe Einordnung: Sieben- bis achtstellige Marken fahren mit einer Agentur meist besser, weil eine eigene Stelle in dieser Größe nicht ausgelastet ist. Ab acht- bis neunstelligem Umsatz kippt das Verhältnis, und der Aufbau eines eigenen Teams wird wirtschaftlich — bei diesem Schritt begleiten wir ebenfalls.